Bibliotheksprofil
in der Kommune

Bibliotheksprofil in der Kommune

Erfolgreich mit Strategiekonzept! - ein Arbeitsprogramm der Büchereizentrale Niedersachsen für Öffentliche Bibliotheken

Die Büchereizentrale Niedersachsen hat in 2015 das Arbeitsprogramm „Bibliotheksprofil in der Kommune - Erfolgreich mit Strategiekonzept“ durchgeführt. Das von der Klosterkammer Hannover finanziell geförderte Projekt folgte dem sehr erfolgreichen gleichnamigen Arbeitsprogramm in den Jahren 2006/2007 und konnte die vielfältigen Erfahrungen einbeziehen, die seitdem in über 240 Bibliotheken in fast allen deutschen Bundesländern mit individuellen Bibliothekskonzepten gemacht wurden.

Die Projektbibliotheken

An dem Arbeitsprogramm konnten sich öffentliche Bibliotheken aus Niedersachsen bewerben, die über mindesten eine hauptamtliche Personalstelle und über einen Bestand von mindestens 15.000 Medien verfügen. Aus einem Kreis von 26 Bewerbern wurden schließlich folgende 17 Bibliotheken zur Teilnahme zugelassen: Stadtbibliothek Aurich, Stadtbibliothek Bad Pyrmont, Stadtbibliothek Celle, Stadtbücherei Emden, Friedrich-Huth-Bücherei Harsefeld, Stadtbibliothek Hildesheim, Kreisbücherei Ilsede, Bücherei Jork, Stadtbücherei Laatzen, Ratsbücherei Lüneburg, Stadtbücherei Schneverdingen, Stadtbücherei Schortens, Stadtbibliothek Seelze, Stadtbibliothek Springe, Bücherei Steinkirchen-Grünendeich, Schul- und Samtgemeindebücherei Tarmstedt, Stadtbücherei Weener .

Das Projektziel

Ziel des Arbeitsprogramms war es, die teilnehmenden Bibliotheken in die Lage zu versetzen, ein individuelles Profil zu entwickeln, das deutlich macht, in welcher Weise die jeweilige Bibliothek ihren Betrag zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Problemlagen in ihrer Kommune erbringen kann, welche Zielgruppenschwerpunkte gesetzt und welche konkret nachvollziehbaren und messbaren Zielen verfolgt werden müssen. Denn der anhaltende Spardruck der Kommunen und die vielen Veränderungen des Mediennutzungsverhaltens und der Nutzererwartungen, sowie die zunehmenden Defizite in den Schlüsselqualifikationen Sprache und Lesen zwingen Bibliotheken zur Bestandsaufnahme und zur teilweisen Neuausrichtung ihrer Bibliotheksarbeit. Gefordert sind deshalb individuelle Bibliothekskonzepte, die auf fundierten Bedarfs- und Umfeldanalysen beruhen und sich an den konkreten Aufgabenstellungen und Zielen in den jeweiligen Städten und Gemeinden orientieren.

Der Projekverlauf

Meinhard Motzko vom Praxisinstitut Bremen leitete in 2015 drei zweitägige, zentrale Workshops in denen die Teilnehmerbibliotheken anhand eines vorgegebenen Gliederungsrasters mit den notwendigen Methoden und Maßnahmen für die Erstellung eines Bibliothekskonzeptes vertraut gemacht wurden. Während der gesamten Projektlaufzeit wurden die Bibliotheken individuell und persönlich vom Berater Motzko bzw. von der Büchereizentrale Niedersachsen begleitet und betreut. Hierzu gehörte die Kommentierung der schriftlichen Konzeptentwürfe ebenso wie die neu ins Programm integrierten Workshops vor Ort zur Vermittlung der Inhalte im ganzen Bibliotheksteam oder alternativ die Begleitung der späteren örtlichen Präsentation in den Entscheidungsgremien. Damit soll Transparenz über die zukünftige Ausrichtung der Bibliotheken im Kontext der Entwicklungsziele der Kommune hergestellt und der Ressourcenaufwand strategisch und operativ begründet werden.

Eine Einführung in das Thema und die Beschreibung des Gliederungsrasters finden Sie in der Publikation: Bibliotheken strategisch steuern: Projekte, Konzepte, Perspektiven / Hrsg. von Andreas Mittrowann, Meinhard Motzko und Petra Hauke. – Bad Honnef; Bock + Herchen Verlag, 2011
Der Titel kann hier im Volltext heruntergeladen werden.

Weiterführende Informationen und hilfreiche Links finden Sie unter Fachinformation . 

Die Bibliotheksprofile

 

Presse

Agnes Südkamp-Kriete: Bibliotheksprofil in der Kommune: Mit dem Arbeitsprogramm der Büchereizentrale zu einem Bibliothekskonzept. - In: BuB, H. 12/2015, S. 734-735

 

Das Projekt wurde gefördert von der