Medienbestand

Fernleihe

Die Fernleihe ist ein Service von Bibliotheken, dem Nutzer am Ort nicht vorhandene Literatur aus anderen Bibliotheken im Rahmen des Leihverkehrs zu besorgen. Dies kann mittels GBV oder über subito erfolgen.

Es wird unterschieden zwischen:

gebender Fernleihe (aktive Fernleihe), wobei Bücher aus der eigenen Bibliothek an fremde Bibliotheken ausgeliehen werden, die sie dann wiederum an ihre eigenen Kunden verleihen.

nehmender Fernleihe (passive Fernleihe), wobei Bücher aus anderen Bibliotheken für die eigenen Kunden ausgeliehen werden.

Die genauen Konditionen sind in der Leihverkehrsordnung geregelt. So ist es z. B. nicht möglich alle Medien über die Fernleihe zu ordern. Die Bestellung von Unterhaltungsromanen, Büchern, die rein praktische Fertigkeiten vermitteln (Bastelanleitungen, Kochbücher u. ä.), Reiseführern etc. ist ausgeschlossen. Grund dafür ist, dass der Leihverkehr dazu gedacht ist, der wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung zu dienen. 

Die Fernleihe gibt der Kunde in seiner örtlichen Bibliothek auf.  Diese Bibliothek übernimmt die Recherchearbeiten, leitet die Bestellung weiter und stellt das Buch nach dessen Eingang dem Kunden zur Verfügung. In manchen Verbünden kann der Bibliotheksnutzer auch selbst nach Einrichtung eines Fernleihkontos in seiner örtlichen Bbibliothek über den Verbundkatalog eine Online-Fernleihe aufgeben. Die Benutzungsbedingungen werden von der Bibliothek festgelegt, aus der das Fernleihe-Medium stammt.

Eine schnellere, aber kostenintensivere Alternative zur traditionellen Fernleihe bieten Dokumentenlieferdienste, wie z.B. subito. Diese liefern, meist innerhalb weniger Tage, direkt an den Endnutzer, d. h. den Bibliothekskunden.

Bibliotheken, die sich am Leihverkehr beteiligen möchten, benötigen dafür als Voraussetzung ein Sigel. Die Erteilung dieses Sigels erfolgt über die Sigelstelle.